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MR-Wanderfahrt Rund um Fynen (Dänemark) - 12.06.-20.06.1993
Kurz vor dem Morgengrauen trafen wir uns,
4 Ruderkameradinnen und 7 -kameneraden im Märkischen Viertel zu unserer
Abfahrt nach Fynen. Da sich am Vorabend herausstellte, daß die Bremsen
unseres Busses defekt waren, fuhren wir mit 4 Pkws los. obwohl uns teilweise
strömender Regen auf unserer Fahrt begleitete, begrüßte
uns am Ziel der Wettergott mit Sonnenschein. Nach Häuser- und Strandbesichtigung
nahmen wir erstmal einen zünftigen Umtrunk. obwohl hierbei gleich
ein Sessel unter der Last eines Kameraden zusammenbrach, haben wir unseren
1. Tag gut überstanden. Am nächsten Morgen klopfe es zaghaft
an unserer Haustür. Im ersten Augenblick dachten wir, dies ist der
Brötchendienst, auf den 2. Blick sah es wie eine peruanische Marktfrau
oder wie ein tunesischer Teppichhändler aus. Der Schein trog, vor
uns stand ein Kamenerad, frierend und übernächtigt in eine Decke
gehüllt, der sich auf den Weg zwischen den Ferienhäusern nächtens
verirrt hatte und um Einlaß bat. An diesem Morgen holten wir unsere
3 Ruderboote vom Kertemindener-Ruderverein ab. Trotz Wind und Wolken stiegen
wir optimistisch in unsere Boote, mußten aber unsere erste Fahrt
nach zwei Stunden wegen hoher Wellen abbrechen. Abends gingen wir zum Fischessen
in einen "Krog" und bummelten anschließend durch Kerteminde.
Der 2. Tag bescherte uns schöneres
Wetter und ruhigeres Wasser. Wir fuhren bis nach Tarup, mit einer Mittagspause
im Yachthafen Nyborg. Am Abend folgten wir einer Einladung von Kirsten
und Nils (unsere dänischen Ruderkameraden aus Kerteminde) in ihr Heim.
Hier zeigte uns Nils seine umfangreiche Bierflaschensammlung aus aller
Welt.
Nach einer stürmischen Nacht (Windstärke
S-6) ging am nächsten Morgen ein Spähtrupp Ausschau halten nach
Wind und Wellen. Wir mu?ten uns für einen ruderfreien Tag entscheiden
und entschlossen uns zu einem wunderbaren Spaziergang zu der Nordspitze
der Insel Fynen nach "Fynshoved". Am Nachmittag besichtigten wir das Wikingerboot
"Ladby", welches 1935 ausgegraben wurde.
Der Mittwoch begann mit einem Geburtstagsständchen
für unseren Ruderkameraden Jürgen W. Wir hatten uns schon auf
einen weiteren Kulturtag eingestellt. Die Windvorhersage war 6 plus Regen.
Einige hatten sich schon eine "Gänsehautentzündung" zugezogen,
als es plötzlich hieß: wir rudern. Kaum saßen wir in Tarup
in den Booten, find es in Strömen an zu regnen. Wir kamen an diesen
Tag bis hinter Nyborg und waren froh, als uns unser Landdienst mit einem
gedeckten Tisch am Ufer erwartete. Als Ausgleich schien am Abend die Sonne
und wir konnten unseren Grillabend im Freien verbringen. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten unser Grillfeuer zu entfachen, lösten unsere Männer
dies kreativ mit Hilfe eines Staubsaugers. Der Abend endete mit fröhlichem
Gesang und Akkordeonspiel. Der Donnerstag war unser letzter Rudertag. Wir
brachten die Boote nach 5-stündiger anstrengender Fahrt mit ständigen
Gegenwind heil zurück nach Kerteminde ins Ruderhaus. Abends empfingen
wir unsere dänischen Ruderfreunde zu einem Fischbüfett. Auch
dieser Tag endete mit dänischen und deutschen Liedern
Unseren letzten Dänemarktag verbrachten
wir mit einem getrennten Programm. Die Frauen unternahmen einen Shoppingtag
in Odense, während die Männer ein Museum besuchten. Dieser letzte
Tag endete etwas unschön. Bei einem unserer Autos wurde die Scheibe
eingeschlagen und die Videokamera eines Ruderkameraden gestohlen. Wir hatten
Glück im Unglück, die Scheibe konnte nach vielen Mühen ersetzt
werden und unsere Heimfahrt verlief wie geplant. Zwei Autos fuhren über
Land und zwei per Fähre von Langeland nach Kiel. Bei der Einfahrt
in die Kieler Förde sahen wir - zur Eröfflnung der Kieler Woche
- verschiedene Segelschiffe aus aller Welt. Unseren letzten Abend verbrachten
wir gemeinsam in einem Travemünder Hotel und feierten zum Ausklang
der Reise den Geburtstag unseres Kameraden Hartmut S.
Ute Heese/Heidi Panicke
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