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Per Internet nach Kanada - 2000
Auf dem Six-Miles-River
Den Anfang machte ein unscheinbarer Aushang
am schwarzen Brett des KRV im Sommer 1999 mit der e-mail Adresse: canyon@bvl.net.
Dann kam zu Weihnachten das Jahres-Programm 2000 und wir, Margret Böhling
und Siegfried Groddeck, waren dem schon lange gehegten Wunsch verfallen,
Kanada per Ruderboot kennenzulernen.
Was eine "i-mehl"-Adresse nicht vermitteln
kann, bemerkten wir schließlich bald nach unserer Ankunft am 15.
Juli in Smithers/British Columbia, als das liebenwerte Schweizer Ehepaar
Barbara und Kurt Baumann uns am Flugplatz abholte. Sie sollten für
die nächsten 14 Tage unsere Reiseleiter bei der Tour "Up North to
the Yukon" sein. Zusammen mit Anne, dem 14-jährigen Steuer-Mädchen
(ursprünglich aus Esch bei Köln) und "Zorro" einem putzigen weißen
Bärenverbell-"Eichhörnchen-"Jagd"terrier wurde der Meziadin-Lake
am nächsten Tag per Bootstransport (Ford-Minibus mit Hänger)
angesteuert.
An diesem schönen See mit hohen Gletscherbergen
im Hintergrund kam es zu den ersten Begegnungen mit den kanadischen Wildtieren:
Weißkopf-Seeadler, Loon (Tauchvogel mit geheimnisvoller Stimme) und
Biber, die wir im weiteren Verlauf und "lieben kleinen Mücken" immer
wieder trafen. Das Thema Bär oder Grizzly stellte sich letzendlich,
vielleicht auch durch Zorro´s Anwesenheit, als unerheblich heraus,
sieht man von einem guten Dutzend gesichten Schwarzbären entlang den
Highways einmal ab.
Eine ganze Kette von Seen mit immer wieder
unterschiedlicher Gestalt und Umgebung wurde uns vom Ehepaar Baumann auf
dem weiteren Weg nach Norden gezeigt: Kinaskan-, Dease-, Boya-Lake...!
Auf kaum einer in Europa gehandelten Karte sind diese Seen zu finden. Gerade
der Boya-Lake ist mit seinem an die Südsee erinnernden Farben ein
besonderes Kleinod!
Nach einem Abstecher zu der Heißwasserquelle
bei Liard ging es in der zweiten Woche zu den Quell-Seen des Yukon-Rivers,
die etwa Bodensee-Format, allerdings mit kälterem Gletscherwasser
haben. Die Seen Teslin-, Tagish- und Marsh-Lake lernten wir z.T. bei spiegelblankem
Wasser kennen. Aus dem von uns dann zuletzt bei Windstärke 4 überquerten
Marsh-Lake mündet schließlich der über 3000km (!) lange
Yukon-River, auf dem wir die malerischen ersten 12km bis kurz vor Whitehorse
kennenlernten.
In diesem noch vom "Goldrausch" her bekannten
Ort (mit internationalem Flughafen!) war unser Teil der Rudertour zu Ende.
Baumanns fuhren mit Anne und neuen Teilnehmern weiter den Yukon abwärts
ca. 600km bis nach Dawson-City. Wir hingegen fuhren hinüber in den
US-Staat Alaska und erlebten noch eine fantastische Woche im Glacier-Nationalpark,
der "Inner Passage" und der wunderschönen Stadt Vancouver.
Nochmal so ´ne Tour? Na klar!
S. Groddeck
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